Wenn es sich bei den Erben um „Problemkinder" handelt, erfordern diese besonderen Umstände bei der Nachlassplanung auch besondere Maßnahmen. Liegen personenbezogene Störfaktoren, wie beispielsweise das Fehlen der Fähigkeit zur eigenen Erwerbstätigkeit aufgrund einer Behinderung beim Erben vor, besteht die Gefahr, dass Sozialeinrichtungen Anspruch auf das Erbe erheben. Oft handelt es sich um diffizile familiäre Fragestellungen. Hier sind daher beim Notar Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gefragt.
Die jetzt vorliegende aktualisierte und komplett überarbeitete Neuauflage von „Nachlassplanung bei Problemkindern" liefert dem Notar zu diesem komplexen Thema zahlreiche Hilfestellungen. Das Praxishandbuch enthält, neben der allgemeinen Darstellung der Nachlassplanung, für den jeweiligen Fall abgestimmte Vorschläge zu den einzelnen Sonder- und Problemfällen. Hierzu stellt es praktische Übersichten und direkt verwendbare Formulierungsvorschläge zur Verfügung.
Aus dem Inhalt:
- Besonderheiten in den familiären Beziehungen (z.B. behinderte Kinder, bedürftige Kinder, Stiefkinder, unliebsame Verwandte)
- Mögliche Gefahrenquellen für den Nachlassverteilungsplan sowie adäquate Vermeidungsstrategien
- Störpotenzial von Gesellschaftsbeteiligungen, Auslandsvermögen, Lebensversicherungen und Sparkonten
- Vermeidung erbschaftsteuerlicher Nachteile
- Streitprävention durch präzise Regelungen des Erblassers
Zum Autor:
Christian Braun, Notar, Bad Reichenhall.
Bibliografie:
Deutscher Notarverlag, Bonn 2021, 3. Auflage, 432 Seiten, gebunden, € 99,-, inkl. Musterdownload, ISBN 978-3-95646-235-1